Flügelglätter FAQ

Fragen und Antworten rund um den richtigen Einsatz von Flügelglätter, Betonglätter und Estrichglätter. Gerade bei der Oberflächenbehandlung von Betonböden sind Flügelglätter ein praktisches Hilfsmittel.

Wofür benötigt man einen Flügelglätter bzw. Betonglätter?

Bei der Bearbeitung von Böden aus Beton ist einer der wichtigen Arbeitsschritte das Glätten des Bodens. Das kann bei kleineren oder verwinkelten Flächen mühselig per Handarbeit erfolgen oder eben maschinell mit einem Flügelglätter. Mit Hilfe eines solchen Betonglätters erhält man einen dichten, harten und glatten Betonboden, wie man ihn per Handarbeit meist eben nicht hin bekommt. Das Glätten des Betons mit einem Flügelglätter geschieht meist in drei Schritten: Vorglätten, Nachglätten und Polieren.

Wofür kann ein Flügelglätter eingesetzt werden?

Flügelglätter eignen sich als Betonglätter zum Glätten von Beton, als Estrichglätter zum Glätten von Estrich.

Allgemeine Fragen rund um Flügelglätter-Maschinen

Ab wieviel Quadratmeter lohnt sich der Einsatz eines Flügelglätters?

Es gibt verschiedene Flügelglätter für verschiedene Einsatzbereiche. Besitzt man bereits einen Flügelglätter, kann der Einsatz natürlich schon bei wenigen Quadratmetern Beton lohnen. Schließlich spart man sich eine Menge Zeit, die man nicht in das manuelle Glätten des Betonbodens investieren muss. Das Kaufen oder Mieten einer solchen Maschinen macht aber finanziell meist erst ab ca. 20 Quadratmetern Bodenfläche wirklich Sinn.

Randbereiche glätten

Wer nicht eine ebene Betonfläche zu glätten hat, sondern eine Fläche die viel Randbereich hat, auf der viele Pfeiler stehen und eben eher kleinere Flächen, sollte einen Flügelglätter wählen, der auf den Randeinsatz spezialisiert ist. Insbesondere ein kleiner Glättdurchmesser sorgt hier dann für Wendigkeit.

Wofür braucht man verschiedene Drehzahlen?

Bei den meisten Flügelglättern kann man den Drehzahlbereich variabel einstellen. Niedrige Drehzahlen sind dabei ideal für das Vorglätten der Betonfläche. Hohe Drehzahlbereich hingegen sind gut, wenn es um das Polieren des Betons geht.

Ab wann sollte es ein Besitzbarer Flügelglätter sein?

Der Einsatz eines Besitzbarern Flügelglätters kann natürlich schon bei 50 Quadratmetern eine spürbare Arbeitserleichterung sein. Ab einer Betonfläche von 200 Quadratmeter sollte man aber spätestestens darüber nachdenken einen solchen einzusetzen.

Was für Flügelglätter Maschinen gibt es?

Besitzbarer Flügelglätter bzw. Aufsitzflügelglätter
Besitzbarer Flügelglätter / Doppelflügelglätter
Zum einen gibt es handgetriebene Flügelglätter und Aufsitz-Flügelglätter. Dann gibt es noch Flügelglätter mit Elektroantrieb und solche mit Benzin. Es gibt außerdem handgetriebene Flügelglätter und Besitzbare Flügelglätter (also Betonglätter, zum Aufsitzen und rumfahren (siehe auch Bild)). Im gewerblichen Bereich gibt es auch Flüssiggasbetriebene Doppelflügelglätter.

Bedienung eines Flügelglätters

Braucht man für einen Flügelglätter einen Führerschein?

Ein Führerschein ist wohl weder beim handgetriebenen noch beim besitzbaren Flügelglätter nötig. Die meisten Anleitungen gehen aber davon aus, dass man mindestens 18 Jahre alt ist, wenn man eine solche Maschine bedient. Sollte doch ein Jugendlicher einen Flügelglätter bedienen, sollte ein Erwachsener mit dabei sein, der sich bei der Anwendung des Gerätes bereits auskennt.

Flügelglätter Vermietung

Flügelglätter muss man nicht unbedingt kaufen, es gibt sie auch in der Baumaschinen Vermietung. Für einen Tag kann man mit etwa 100 Euro Miete rechnen, mietet man den Betonglätter länger, wird es entsprechend günstiger. Im Mietpreis sollte dann auch eine Versicherung mit drin sein, für den Fall, dass das Gerät kaputt geht. Mietet man als Privatperson, sollte man bedenken, dass Schäden, die durch den unsachgemäßen Gebrauch einer solchen gemieteten Maschine auftreten, nicht durch die Vermietungsversicherung gedeckt sind. Hier greift dann meist die Privathaftpflich oder die Bauherrenhaftpflicht (falls vorhanden, keine Rechtsberatung, sollte man vorab mit seiner Versicherung absprechen).

Geschichte des Beton

Beton ist ein alter Baustoff. Schon die Römer kannten ihn und setzten ihn auch ein. Allerdings hat sich der Beton seit den Zeiten von Julius Caesar und Co. doch verändert. Römischer Beton (Kalkbeton, opus caementitium) bestand aus gebranntem Kalk, Wasser und Sand, dem mortar (Mörtel), gemischt mit Ziegelmehl und Vulkanasche. Dieser Kalkbeton hatte eine hohe Druckfestigkeit. Gebaut wurden aus diesem Material Aquädukte (Wasserleitungen) und auch die Kuppel des Pantheons in Rom wurde daraus hergestellt. Diese Kuppel hat einen Durchmesser von ca. 43,45 Metern und ist bis heute erhalten.

Entscheidend verändert wurde die Zusammensetzung von Beton erst im 18. und 19. Jahrhundert. Bahnbrechend war natürlich auch die Erfindung des Stahlbetons durch Joseph Monier (Patent 1867).